Am Ende der Kunst

Geschrieben von Joana am 30.01.2012

Joana ist jetzt Designerin

Es ist geschafft. Nach Jahren des Basteln, Malen, Kleben, Weben, Stricken und Drucken bin ich mit meiner Kunst am Ende und seit letzter Woche ganz offizielle und frischgebackene Textil-Designerin. Verrücktes Gefühl. 8 Semester Studium am Modecampus in Hamburg sind vorbei.

Nun wartet ein neuer Lebensabschnitt auf mich. Nach Schule und Studium stehe ich jetzt also wieder am Anfang von etwas Neuem. Wie genau dieses Neue aussehen soll, weiß ich schon. Der Plan in meinem Kopf steht fest. Allerdings kommt das Leben ja oftmals ganz anderes als erwartet oder gedacht. Es heißt doch so schön: Leben ist das was passiert, während man dabei ist Pläne zu machen. Und in diesem Sinne lasse ich meine neu gewonnene Freiheit mit einem Reichtum an Möglichkeiten ganz offen auf mich zukommen.

Heute daher der letzte Insider-Artikel vom Modecampus meinerseits und weil es so aktuell ist und passt, zeige ich dazu Bilder meiner Abschlussarbeit. Zum Thema Modernes Ornament im Art Déco habe ich alten und staubigen Klappstühlen ein „Make-Over“ verpasst und diese mit selbst-bedruckten Stoffen neu bezogen.

DIY Kissenhüllen

Geschrieben von Joana am 12.09.2011

Joana gibt heute Designtipps

Der Sommer ist vorbei. Für mich bedeutet das nicht nur Schluss mit T-Shirt Wetter, sondern auch Schluss mit der freien Zeit. Die langen Semesterferien neigen sich allmählich dem Ende und das heißt in meinem Fall auch Endspurt zum Bachelor in Textildesign. Endlich. Für diesen Zweck muss jedoch vorher wieder einiges an schönen Dingen hergestellt werden und heute zeige ich darum etwas für die Handarbeitsfreunde unter euch.

Im Laufe meines Studiums haben sich eine Vielzahl an selbst entworfenen Stoffproben angesammelt und um diese entsprechend zu präsentieren, habe ich mir überlegt kleine Kissenhüllen daraus zu nähen. Nun ist es um meine Nähkünste nicht ganz so weit bestellt, aber es gibt eine Möglichkeit ohne Maschine und Schneiderausbildung einfache Kissenhüllen ganz leicht selbst zu machen. Die einzigen Utensilien, die man braucht sind Nadel und Faden und ein wenig Zeit.

Und so geht das DIY für Kissenhüllen: Mit dem zu beziehenden Innenkissen wird grob die Größe für den Stoff abgemessen. Dafür das Innenkissen großzügig einschlagen und an einer Stoffkante ungefähr 10 cm mehr Stoff dazunehmen. Dieser Überschuss wird später nach Innen eingeschlagen um die Hülle zu „schließen“. Nun den Stoff auf Links drehen, auf die passende Größe umklappen und dann die die aufeinander liegenden Seitenkanten zunähen. Die untere Seite mit dem Stoffüberschuss bleibt offen. Nachdem die Seitenkanten geschlossen sind die fertige Kissenhülle wieder auf rechts drehen, das Innenkissen einstecken und mit dem Stoffumschlag die Hülle verschließen.

Die grüne Idee

Geschrieben von Joana am 23.05.2011

Joana denkt über das Thema Nachhaltigkeit im Design nach  und berichtet womit sich die Uni grad beschäftigt…

Grün ist In. Ob in der Politik oder eben auch in der Mode. Der Grüne Gedanke von Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit rückt immer mehr in den Fokus. Sei es bei der Frage der Herstellung von Energie oder auch bei Textilien.

Als Designstudentin befasst man sich daher nicht bloß mit dem Design eines Objektes, sondern zunehmend auch mit der Verträglichkeit der Umwelt gegenüber. Neue Ideen und Konzepte sind gefragt. Ästhetik ist wichtig, aber entscheidend ist auch das Material aus dem ein Objekt besteht. Welchen Nutzen hat ein Gegenstand? Kann er recycelt werden? Oder wird er gar aus recyceltem Material gemacht? Kann er die Lebenssituation verbessern? Viele verschiedene Gesichtspunkte spielen beim kreativen Prozess eine Rolle.

greencycles-projekt

Seit dem Herbstsemester geht es nun in meinem Designkurs verstärkt um den Gedanken der Nachhaltigkeit. Eine Aufgabe war es z.B. ein Zelt zu gestalten. Kein gewöhnliches Zelt zum gemütlichen Campen im Garten. Vielmehr sollten es Zeltkonstruktionen sein, die einem Mehrwert für die Gesellschaft bieten oder eben unter besonderen „grünen“ Gesichtspunkten gebaut. So gab es die Idee ein selbst wachsendes Zelt zu kreieren, dass mithilfe von vielen strickenden Menschen erst nach und nach wächst. Meiner Freundin und Kommilitonin Katy ging es dabei um noch mehr. Sie war „inspiriert“ durch Hochhauswohnsiedlungen oder umweltfeindliche Gebiete, in der es kaum Grünflächen gibt und wollte für diese Orte grüne Oasen schaffen. Kleine Räume mit Grünflächen zum Durchatmen und Erholen und zum „grüne Luft“ Tanken sozusagen.

Am vergangenen Freitag fand ein Symposium zum Thema „Green Cycles“ in der Armgartstraße statt. Mehrere Redner hielten Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit, Verantwortung und Umwelt. Wie auch beim Thema Energie geht es auch in der Mode darum soziale Verantwortung zu übernehmen. Sei es in der Produktionskette, langen Wegen der Textilien rund um den Globus oder beim Material Stichwort Öko Baumwolle. Die Entscheidung hat jeder für sich selbst zu tragen.

Wer sich für das Thema Ökologie und Verantwortung in der Textilbranche interessiert, dem empfehle ich eine Ausstellungs-und Diskussionsreihe in Hamburg. Sie läuft noch bis zum 30.Juni und heißt „Made: In, Made: By. Auf den Spuren unserer Kleidung“. Auch das Department Design in der Armgartstraße beschäftigt sich weiterhin mit der Thematik. Zur Jahresausstelllung im Juli wird es dazu auch noch weitere spannende Inhalte geben.


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